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Nutzungszyklusmanagement

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Förderkennzeichen
0330732 A-B

Akronym bzw. Kurztitel
Nutzungszyklusmanagement

Querschnittsthemen
Szenarien und Modelle
Ökonomische Instrumente
Steuerung und Management (Akteure)
Kommunikations- und Motivationsstrategien

Laufzeit
Laufend seit: 01.04.2006
Projektende: 30.06.2009

Stand der Information
26.06.2009

Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement – ein neues Instrument für die Flächen sparende und kosteneffiziente Entwicklung von Wohnquartieren

Ziele des Vorhabens

Konzipierung eines "Nachfrageorientierten Nutzungszyklus-Management" als innovatives Management-Instrumentarium zur kommunalen Wohnentwicklung. Mit diesem neuen Instrument sollen Kommunen in die Lage versetzt werden, innerstädtische Wohnquartiere mit Modernisierungsbedarf (westdeutsche Wohnquartiere der 1950er bis 1970er Jahre) zu qualifizieren (Steuerungsinstrument) bzw. einen Stadtumbau als mögliche Option (im Vergleich zur Ausweisung von Neubauflächen) abzuwägen (Analyseinstrument). Kommunen und Akteure der Wohnungswirtschaft sollen mit Hilfe des Instruments erkennen können, welche Quartiere in kritische Phasen des Nutzungszyklus geraten, wo investiert und ob eine nachfragegerechte Entwicklung im Vergleich zur Baulandneuausweisung angestrebt und initiiert werden sollte.

Projektbeschreibung

Die Konzipierung dieses Instrumentariums erfolgt auf der Basis einer Theorie des Nutzungszyklus von Wohnquartieren, die sich aus den Lebenszyklen der Gebäude und Infrastrukturelemente, dem Lebenszyklus der Bewohner und den Nachfragezyklen innerhalb der Stadt zusammensetzt. Dabei wird das Instrumentarium aus Bausteinen gebildet, die durch die Projektpartner des interdisziplinären Forschungsverbundes gemeinsam mit Partnern aus der Praxis sowie wissenschaftlichen Experten entwickelt werden.

Bausteine:

  • Monitoring: Das kleinräumige Monitoring umfasst die Auswahl und Entwicklung sozialer, baulicher, ökonomischer und infrastrukturbezogener Indikatoren. Es dient dazu, Handlungsoptionen und –bedarfe in Quartieren frühzeitig zu erkennen und deren Entwicklung zu beobachten und zu bewerten.
  • Zielgruppenmodell: Mittels qualitativer Interviews wird ein lebensstilbasiertes Zielgruppenmodell für die Nachfrage nach innerstädtischen Wohnquartieren der 1950er bis 1970er Jahre erarbeitet. Auf dieser Basis werden potenzielle Nachfragegruppen für diese Quartiere und ihre Ansprüche an zeitgemäßes Wohnen ermittelt. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung und Erprobung kommunikativer Instrumente und fließen in die Erarbeitung von Strategien zur Qualifizierung von Wohnquartieren ein.
  • Wanderungsmotivbefragung: Die Wanderungsmotivbefragung dient dazu, das Umzugsgeschehen auf Quartiersebene zu untersuchen sowie Umzugsgründe und -motive zu erkennen. Das Instrument ermöglicht darüber hinaus, zielgruppenbezogene Potenziale und Defizite von Quartieren zu identifizieren.
  • Quartiersszenarien: Mit Hilfe von Quartiersszenarien, die als Instrument für das "Nutzungszyklus-Management" im Projekt weiterentwickelt wurden, können in einem kommunikativen Prozess gemeinsam mit den Akteuren des Quartiers die zukünftige Entwicklung des Quartiers diskutiert sowie Ziele und Maßnahmen gesammelt werden.
  • Scoringmethode: Mit der im Projekt entwickelten Scoringmethode werden Maßnahmenvorschläge differenziert nach Bewohnergruppen bewertet sowie priorisiert. Die Ergebnisse, die auf einer schriftlichen Befragung der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner aufbauen, dienen im Rahmen des "Nutzungszyklus-Management" als Informations- und Diskussionsgrundlage für die Entscheidungsvorbereitung.
  • Institutionenanalyse: Die Analyse von Akteurs- und Handlungsstrukturen kommunaler und privater Institutionen sowie deren Entscheidungsfindungsprozesse (Motivations- und Verhaltensanalyse) bildet die Grundlage, um Handlungsempfehlungen für die Verbesserung der Entscheidungsfindung von Kommunen und Akteuren der kommunalen Wohnungswirtschaft zu entwickeln. In diesem Zusammenhang werden bestehende Steuerungspotenziale von Kommunen bei der Instandsetzung, Modernisierung und Weiterentwicklung von Wohnquartieren analysiert, um das Nutzungszyklusmanagement in das vorhandene kommunale Instrumentarium zu integrieren.

Die Integration der Bausteine erfolgt über "Meilensteine" in Form der Szenariotechnik, die Modellbildung "Nutzungszyklusmanagement" sowie ein Planspiel zur Erprobung des Modells. Sämtliche wissenschaftliche Partner sowie Partnerkommunen sind hieran beteiligt. Durch ein eigens eingerichtetes Prozessmanagement wird für die kognitive, soziale und inhaltliche Integration der Arbeiten im Projekt Sorge getragen.
Die Integration der Bausteine erfolgt über "Meilensteine" in Form der Szenariotechnik, der Modellbildung "Nutzungszyklus_Management" sowie ein Planspiel zur Erprobung des Modells. Sämtliche wissenschaftliche Partner sowie Partnerkommunen sind hieran beteiligt. Durch ein eigens eingerichtetes Prozessmanagement wird für die kognitive, soziale und inhaltliche Integration der Arbeiten im Projekt Sorge getragen.

Modellraum

Niedersachsen, Göttingen
Schleswig-Holstein, Kiel


Ergebnisse und Produkte

Der Instrumentenmix "Nutzungszyklusmanagement", setzt sich aus regulativen, ökonomischen und kommunikativen Instrumenten zusammen und ist in einer Entscheidungshilfe für die Praxis veröffentlicht: "Zukunftsvorsorge in Stadtquartieren durch Nutzungszyklus-Management – Qualitäten entwickeln und Flächen sparen in Stadt und Region".

Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation

  • www.nzm.hcu-hamburg.de
  • Demand-driven life-cycle management of urban neighbourhoods. 2nd international conference on managing urban land. REVIT &CABERNET 2007. REFINA-session 26.4.2007. Univ. Göttingen, Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung (Hrsg.); Heilmann, Sven (Verf.); Göttingen (2007); 11 S.
    Download (pdf, 165 kB)
  • Demand-driven life-cycle management of urban neighbourhoods. (engl.) In: 2nd international conference on environmental planning and management. Visions, implementation, results. Planning the urban environment. Dappen, Claudia (Verf.); Heilmann, Sven (Verf.); Jacob, Patricia (Verf.); Knieling, Jörg (Verf.); Stieß, Immanuel (Verf.); August 5th-10th 2007, Technische Universität Berlin, Berlin (2007); S. 15-17
    Download (pdf, 1,35 MB)
  • Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement. Flächensparen und Infrastrukturkosten senken durch Modernisierung von Wohnquartieren. Bizer, Kilian (Verf.); In: Raumforschung und Raumordnung, Köln: Heymann; 65 (2007); Nr. 2; S. 128-136; Abb.; ISSN 0034-0111
    Download (pdf, 104 kB)
  • Rediscovering urban neighbourhoods - Residential Mobility Motivations of Urban Dwellers in Settlements of the 1950s - 1960s. Stieß, Immanuel (Verf.); Deffner, Jutta (Verf.); In: ENHR International Conference "Sustainable Urban Areas", Workshop Migration, Residential Mobility, and Housing Policy, Rotterdam (2007); S. 1-9
    Download (pdf, 204 kB)
  • Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement von Wohnquartieren aus ökonomischer Perspektive. Thomä, Jörg (Verf.) Göttingen (2008). V, 15 Seiten. (Land Use Economics and Planning - Discussion Paper; 08-03. Ökonomie und Planung der Flächennutzung - Diskussionspapier Reihe; 08-03)
    Download (pdf, 207 kB)
  • Deutsches Institut für Urbanistik -Difu-, Projektübergreifende Begleitung REFINA, Berlin (Hrsg.): Wenn Wohnquartiere in die Jahre kommen: Nutzungszyklus-Management für Kommunen (Themenheft). In: Flächenpost - nachhaltiges Flächenmanagement in der Praxis, Berlin: Difu (2009); Nr. 8; 7 S.
    Download (PDF, 1,32 MB)
  • Fiskalische Wirkungsanalysen zur Bewertung der Siedlungsentwicklung. Ein (Fehl-) Versuch zur Flächenverbrauchsreduktion? Thomä, Jörg (Verf.); Henger, Ralf (Verf.) Göttingen (2009). V, 19 S. (Land Use Economics and Planning - Discussion Paper; 09-01. Ökonomie und Planung der Flächennutzung - Diskussionspapier Reihe; 09-01)
  • Wohnzufriedenheit und Nutzerpräferenzen im Quartier – Ergebnisse zweier Bewohnerbefragungen. Thomä, Jörg (Verf.) Göttingen (2009). V, 38 S. (Land Use Economics and Planning - Discussion Paper; 09-06. Ökonomie und Planung der Flächennutzung - Diskussionspapier Reihe; 09-06)
    Download (pdf, 303 kb)
  • Strategien für Siedlungen der 50er- und 60er-Jahre; Jacob, Patricia (Verf.); Knieling, Jörg (Verf.); In: Garten + Landschaft, München: Callwey; 119 (2009); Nr. 5; S. 33-35
  • Partizipatives Quartiermarketing. Konzeptionelle Überlegungen für ein kommunikatives Instrument im Nutzungszyklusmanagement. HafenCity Univ. Hamburg, Department Stadtplanung (Hrsg.) Diehl, Nicola (Verf.); Deffner, Jutta (Verf.); Stieß, Immanuel (Verf.) Hamburg (2009); 29 S.; ISBN 978-3-9811688-9-1; ISSN: 1864-7391 (Neopolis working papers: urban and regional studies; 8)
    Download (pdf, 357 kB)
  • Nutzungszyklus von Wohnquartieren in Stadtregionen - Modellentwicklung. HafenCity Univ. Hamburg, Department Stadtplanung (Hrsg.) Bizer, Kilian (Bearb.); Dappen, Claudia (Bearb.); Deffner, Jutta (Bearb.); Heilmann, Sven (Bearb.); Knieling, Jörg (Bearb.); Stieß, Immanuel (Bearb.) Hamburg (2008); 34 S.; ISBN: 978-3-9811688-2-2; ISSN: 1864-7391 (Neopolis working papers: urban and regional studies; 3)
    Download (pdf, 452 kB)
  • Institutionen des Nutzungs(zyklus)managements. Eine städtebauliche und institutionenanalytische Perspektive auf Handlungsbedarf und -möglichkeiten zur Zukunftssicherung von Wohnquartieren der 50er und 60er Jahre. HafenCity Univ. Hamburg, Department Stadtplanung (Hrsg.); Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse -SOFIA-, Darmstadt (Bearb.) Cichorowski, Georg (Verf.) Darmstadt (2009); 80, XIV S.; ISSN 1439-6874; ISBN 978-3-933795-94-X (Sofia-Studien zur Institutionenanalyse; 09-1)
    Download (pdf, 871 KB)
  • Kleinräumiges Monitoring als Instrument einer bestandsorientierten Stadtentwicklung. HafenCity Univ. Hamburg, Department Stadtplanung (Hrsg.) Jacob, Patricia (Verf.); Knieling, Jörg (Verf.) Hamburg (2008); 53 S.; ISBN 978-3-9811688-5-3; ISSN: 1864-7391 (Neopolis working papers: urban and regional studies; 6)
    Download (pdf, 4,82 MB)
  • "Wohnen aus zweiter Hand". Umzugsmotive und Einflussfaktoren auf die Wohnstandortwahl von potenziellen Nachfragegruppen für Wohnungsbestände der 1950er bis 1970er Jahre. HafenCity Univ. Hamburg, Department Stadtplanung (Hrsg.) Stieß, Immanuel (Verf.); Deffner, Jutta (Verf.); Birzle-Harder, Barbara (Verf.) Hamburg (2009); 64 S.; ISBN 978-3-941722-01-9; ISSN: 1864-7391 (Neopolis working papers: urban and regional studies; 9)
    Download (pdf, 3,25 MB)

Ansprechpartner

Projektleitung

Herr Prof. Dr. Jörg Knieling
HafenCity Universität Hamburg
Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung
Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Telefon: +49 (0)40/42827-4519
Telefax: +49 (0)40/42878-4516
E-mail: joerg.knieling@hcu-hamburg.de

Koordination
Herr Thomas Zimmermann
HafenCity Universität Hamburg
Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung
Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Telefon: +49 (0)40/42827-4525
Telefax: +49 (0)40/42878-4516
E-mail: thomas.zimmermann@hcu-hamburg.de

Wissenschaftliche Kooperation

Herr Prof. Dr. Kilian Bizer
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliches Institut
Platz der Göttinger Sieben 3
37073 Göttingen
Telefon: 0551 / 39-4626
Telefax: 0551 / 39-19558
E-mail: bizer@wiwi.uni-goettingen.de

Herr Dr. Immanuel Stieß
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 707-691919
Telefax: 069 / 707-691911
E-mail: stiess@isoe.de

Herr Dr.-Ing. Christoph Ewen
team ewen
Ludwigshöhstraße 31
64285 Darmstadt
Telefon: +49 (0)6151/663227
Telefax: +49 (0)6151/209958
E-mail: ce@team-ewen.de

Praxispartner

Herr Michael Ferner
Landeshauptstadt Kiel
Stadtplanungsamt
Telefon: 0431 / 901-2620
E-mail: stadtplanungsamt@kiel.de

Frau Emilie Sittel
Landeshauptstadt Kiel
Amt für Wohnen und Grundsicherung
Telefon: 0431 / 901-1155
E-mail: wohnungsamt@kiel.de

Herr Thomas Dienberg
Stadt Göttingen
Dezernat Planen und Bauen
Telefon: 0551 / 400-2530
E-mail: t.dienberg@goettingen.de

Herr Dipl.-Ing. Hans-Dieter Ohlow
Stadt Göttingen
FD Stadtplanung
Hiroshimaplatz 1-4
37083 Göttingen
Telefon: +49 (0)551 400 25 54
Telefax: +49(0)551/4002810
E-mail: h.ohlow@goettingen.de

Herr Hermann Klein
Stadt Braunschweig
Referat für Stadtentwicklung und Statistik
Telefon: 0531 / 470-4100
E-mail: hermann.klein@braunschweig.de