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Kurzbericht: Interner REFINA-Workshop "Kommunikation und REFINA" in Berlin

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11.09.2008

Interner REFINA-Workshop:
"Kommunikation und REFINA, Nachhaltiges Flächenmanagement - in der Praxis erfolgreich kommunizieren"

Im Mittelpunkt des zweiten Workshops zum Querschnittsthema Kommunikation standen zielgruppenbezogene Kommunikationsstrategien. Der Workshop sollte dazu dienen, die Erfahrungen beim fortgeschrittenen Stand der Projekte zu vertiefen und gemeinsam mit einem Praktiker Lösungsmöglichkeiten für zwischenzeitlich erkennbar gewordene Hemmnisse und Schwierigkeiten in der Kommunikation des Themas "Flächensparen Nachhaltiges Flächenmanagement" aufzuzeigen.

Lothar Gröschel, Gröschel Geheeb Responsible Branding, Berlin

Lothar Gröschel (Gröschel Geheeb Responsible Branding, Berlin) verortete in seinem Vortrag "Faktor Nachhaltigkeit: Herausforderung und Chance für die Kommunikation der Flächenthematik" die Kommunikation des Flächenthemas strukturell im Kontext der Kommunikation des Leitbilds der Nachhaltigkeit und nachhaltiger Themen. Dabei konstatierte er, dass das Flächenthema in der Nachhaltigkeitsdebatte noch nicht angekommen sei bzw. nicht von einem etablierten Nachhaltigkeitsthema gesprochen werden könne. Anders als bspw. Solarenergie, Bio-Ernähung u.a. sei Fläche bisher "kommunikativ noch nicht erschlossen". Ansatzpunkte, das Flächenthema mittel- und langfristig erfolgreich zu kommunizieren, biete die thematische Integration in laufende Debatten zu den "Grenzen des Wachstums" und zur Effizienz im Konsumbereich.

Prof. Dr. Mariele Evers, Leuphana Universität Lüneburg

Prof. Dr. Mariele Evers (Leuphana Universität Lüneburg) stellte in ihrem Vortrag "Gender-Aspekte in der Kommunikation von nachhaltiger Flächennutzung" - abgeleitet aus den programmatischen Grundlagen des Gender Mainstreaming und dessen zwischenzeitlicher rechtlicher Verankerung einen Ansatz zu einer GM-gestützten Planung vor. Gender Mainstreaming und Diversity - so ihre These - tragen sowohl zu einer Demokratisierung der Planungsprozesse als auch zu einer Erhöhung der Planungsqualität sowie zur Reduktion des Flächenverbrauchs bei.

Am Nachmittag hatten die Projekte die Gelegenheit, ihre jeweiligen Erfahrungen mit dem Thema "Kommunikation" zu erläutern. Zwei Themen standen dabei im Vordergrund. In der Diskussion möglicher Formen des Einbezugs der Politik wurde es als notwendig erachtet, dass Politik auf "ihresgleichen" treffe, d.h. das Themas sollte von PolitikerInnen bzw. deren Gremien, Parteien, Bildungsträger vermittelt werden, da Wissenschaft diese Aufgabe aufgrund des Vorwurfs der "Praxisferne" nur eingeschränkt übernehmen könne. Wichtig sei es deshalb, in den Projekten politische Entscheider als Bündnispartner zu haben. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema "Irrationalitäten in der Standortwahl privater Haushalte". Als wichtig in diesem Kontext wurde der Aufbau von entsprechenden Dienstleistungen diskutiert. Gelernt werden könne u.a. von Bausparkassen und ImmobilienvermittlerInnen, die auch als Bündnispartner gewonnen werden sollten, da sie mittel und langfristig kein Interesse an irrationalen und damit am Markt nicht handelbaren Standorten hätten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops

Abschließend wurde die Frage diskutiert, welche sinnvollen Maßnahmen in der verbleibenden Laufzeit von REFINA ergriffen werden sollten, um das Thema noch besser zu transportieren.

Alle Fotos im Großformat

Kontakt:
Dr. Stephanie Bock (Projektleitung), Tel.: 030/39001-189, bock@difu.de;
Thomas Preuß, Tel. 030/39001--265, preuss@difu.de
Jens Libbe, Tel. 030/39001--115, libbe@difu.de