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Interner REFINA-Workshop: „Akteure und psychologische Aspekte der Flächensteuerung“

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am 25. Mai 2007 in Saarbrücken

Ziel des Workshops, zu dem die LEG Saar in Kooperation mit der Projektübergreifenden Begleitung und dem PT Jülich eingeladen hatte, war ein erster Erfahrungsaustausch einer begrenzten Zahl am Thema interessierter REFINA-Projekte. Im Zentrum standen psychologische Aspekte des Flächenmanagements, also jene Mechanismen, die jenseits der Rationalitätsansprüche planerischen oder ökonomischen Handelns liegen. Anwendungsbezogen stellen diese Aspekte für die REFINA-Projekte nicht selten eine enorme Herausforderung dar, weil Umweltwissen und Umwelthandeln, wie seit langem bekannt, auch hier differieren und somit die Erreichung der dem Förderschwerpunkt REFINA übergeordneten Ziele erschwert wird.

Prof. Dr. Volker Linneweber (Umweltpsychologe und Präsident der Universität des Saarlandes) betonte in seinem einleitenden Vortrag „Psychologische Aspekte des Flächenmanagements“ den Stellenwert psychologischer Erklärungsansätze für umweltbezogene Fragestellungen. Die auch im Kontext des REFINA-Verbundes dominierenden naturwissenschaftlich-technischen und rechtlichen Zugänge sollten um sozialwissenschaftliche und psychologische Aspekte erweitert werden. Dies bedeute, den Fokus auch auf die involvierten Akteure zu richten. Leitende Annahme sei dabei, dass bspw. der Erfolg bzw. Misserfolg von Sanierungsmaßnahmen maßgeblich durch eine angemessene Kenntnis von und einen Umgang mit (ggf. konträren) Interessen, Motiven und Bedürfnissen sowie ein Verständnis für ihre Interaktionsdynamik geprägt sein kann. Sozial- und Umweltpsychologie böten grundlegende Erkenntnisse für ein Verständnis der bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen auftretenden offenen Konflikte.

Anschließend gaben die eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter der Projekte Flächenkonstanz Saar (Michael Altenbockum), FLAIR (Prof. Dr. Walter Schönwandt), REGENA (Jörg Schneider) und SINBRA (Thomas Zimmermann) aus ihren jeweiligen Kontexten heraus kurze Statements zu den in das Vorhaben eingebundenen Akteuren, den akteursbezogenen Konflikten, den in dem Vorhaben angelegten Bewusstseinsbildungsprozesse sowie zu Erfahrungen, Erfolgen und Grenzen der gewählten Kommunikationsansätze.

Deutlich wurde, dass zwar in allen Vorhaben ein Fokus auf die Beteiligung unterschiedlicher Akteure und Akteursgruppen gelegt wird, diese jedoch selten näher definiert werden, so dass ihre Zusammensetzung und heterogenen Sichtweisen kaum näher betrachtet wird. Beschlossen wurde, diesen Aspekt im Rahmen des Querschnittsthemas Kommunikation weiterzubearbeiten.